Zickiges, beleidigtes Mädchen
Langenscheidt sucht das Jugendwort des Jahres 2008.
via Tagesanzeiger vom 4.9. mit einem Dankeschön für den Tip an Kathrin.
(uplate: 12.9.2008, 17.40h) Das geht ja gar nicht. In einem Anflug geistiger Umdämmerung, hab ich nun also tatsächlich ein Wort publiziert, welches doch schon seit einer geraumen Weile existiert. Wohl alles andere als eine Wortschöpfung, das Dornröschen. Wortschöpfungen wären schon eher Dornhöschen, Hornröschen, Kornröschen, Pornhöschen od. Zornhöschen. Eim Sorry Grimm-Brothers!
Zornhöschen. Genau! Dieses Wort sollte eigentlich im Titel dieses Beitrages stehen. Und da man dort leider nicht korrigieren durchstreichen kann. Hier nun als Nachtrag.
vielleicht nur eine Eintagsziege
Das folgende Gedicht habe ich vor Jahren mal irgendwo gelesen, aber vergessen wo. Dann habe ich es auf einer obskuren Internetseite wiedergefunden. Eigentlich habe ich immer gedacht, es sei von Robert Gernhardt, was ich aber auch nicht verifizieren konnte. Weiß wer was?
„Dornröschen“
Hundert Jahre schlief Dornröschen
Hinter ihrer Dornenhecke,
Ungewaschen, ungekämmt,
Immer in demselben Höschen,
Immer in demselben Hemd.
Hundert Jahre in dem Drecke,
Staub und Spinnweb, lag Dornröschen,
Alt und grau in ihrem Loch,
Auf dem Tisch ein Puderdöschen.
Aber half denn Pudern noch?
Als nach hundert Jahren endlich
Einer kam, um sie zu wecken,
Hielt er sich die Nase zu,
Wich zurück in großem Schrecken
Und verließ den Ort im Nu.
Hundert Ritter, hundert Recken
Haben in das Gras gebissen
Für Dornröschen, wie fatal.
Einer hat sie sehen müssen.